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1. Lexion Gebet
nach dem hanifitischen Mezheb
Islamische Begriffe 

a.s.  alayhis-selam (der Friede sei mit ihm

s.a.s.  salla allahu alayhi ve sellam   (Allahs Segen und Heil auf ihm)

r.a.  radiy allahu anhu / anhum   (Möge Allah mit ihm zufrieden sein /mit ihnen)

 


 
Salah(t)  Namaz Gebet

Die fünf täglichen Gebete bestehen aus „Sunna“ (Sünnet) und Farz und Vacib

Farz sind die Gebete, die uns Allah auferlegt hat.

Sunna sind die Gebet, die der Prophet zusätzlich dazu verrichtet hat.

Vacib sind Gebete, von denen die Gelehrten annehmen, das sie auch verrichtet werden müssen.

Die täglichen fünf Gebet sind über den Tag verteilt. Das erste Gebet wird vor dem Sonnenaufgang verrichtet. Das zweite Gebet ist zur Mittagszeit. Das dritte Gebet wird am Nachmittag verrichtet. Das vierte Gebet zur Abenddämmerung. Und das fünft, wenn die Nacht hereingebrochen ist.

Die Gebete sind in Abschnitten „Rakat oder Rekat“ aufgeteilt. Man spricht von einen verrichteten Rekat, wenn man vom Stehen in die Verbeugung und anschließend in die Niederwerfung gegangen ist. Dabei ist es egal, ob man das Farzgebet oder das Sünnetgebet verrichtet.
 

Bei den fünf täglichen Gebeten gibt es verschiedene Anzahlen von Rekat. 
 

1. Morgengebet 
2 Rekat Sünnet und 2 Rekat Farz
 
 
2. Mittagsgebet
4 Rekat Sünnet, 4 Rekat Farz, 2 Sünnet
 
 
3. Nachmittagsgebet 
4 Rekat Sünnet und 4 Rekat Farz
 
 
3. Abendgebet
 3 Rekat Farz und 2 Rekat Sünnet
 
 
5. Nachtgebet
 4 Rekat Sünnet, 4 Rekat Farz, 2 Sünnet und 3 Vitir
 
 

Namen der täglichen Gebete

 Deutsch                          Türkisch                   Arabisch
 Frühgebet                    Sabah Namaz                Facr Salat
 Mittagsgebet                  Ögle Namaz                   Zuhr Salat
 Nachmittagsgebet            ikindi Namaz                 Asr Salat
      Abendgebet                 Aksam Namaz                  Maghrib Salat
 Nachtgebet                    Yatsi Namaz                     isha Salat
 
 
 
 
 

Voraussetzung, um ein Gebet verrichten zu können

1. Freisein von „Hadat“ 
Das heißt: Der Gläubige muss in ritueller Reinheit sein. Dies erreicht man durch die kleine oder große Gebetswaschung. Wudu/Abdest bzw. Ghusl/Boyabdest.
 
2. Freisein von „Nagas“
Das heißt: Der Gläubige soll in reinen Kleidern und an reinen Orten beten.
 
 
3. Bedecken bestimmter Körperteile „Avrah“
Das heißt: Männliche Muslime müssen eine Mindestbedeckung zwischen Bauchnabel und Knie einhalten. Jedoch sollte man mit der Mindestbedeckung nur dann beten, wenn es nicht anders möglich ist. Ansonsten sollte der Gläubige nicht mit freien Oberkörper beten. (Siehe dazu Sure 7 Vers 31)
 
 
4. In Richtung der Kaba beten „Qiblah“
Das heißt: Das Gebet hat nur dann seine Gültigkeit, wenn man die Gebetsrichtung der Kaba eingenommen hat. Ist es nicht möglich die Qiblah zu finden, so kann in jeder Richtung gebet werden.
 
 
5. Die Zeit muss gekommen sein „Waqt“
Das heißt: Es kann erst dann das Gebet verrichtet werden, wenn die Gebetszeit eingetroffen ist. Wird vor der Gebetszeit das Gebet oder nach der Gebetszeit das Gebet verrichtet, so ist es ungültig. Man sollte sein Gebet verrichten, wenn die Gebetszeit eingetroffen ist. Jedoch besteht die Möglichkeit in der vorgesehenen Zeitspanne sein Gebet zu verrichten. 
 
 
6. Die Absicht muss gefasst werden „Niyet“
Das heißt: Das Gebet muss mit der Absicht, ein Gebet verrichten zu wollen, erklärt werden. 
 
 
7. Das Bekenntnis zum Islam
Das heißt: Nur der Glaube an Allah, Seine Propheten, Seine Schriften usw. ergibt einen Muslim, und dieser ist verpflichtet zum Gebet.
 
 
8. Im Vollbesitz der geistigen Kräfte sein.
Geisteskranke Muslime sind zur Verpflichtung des Gebets befreit. 
 
 
9. Im Besitz der körperlichen Reife
Das heißt: Verpflichtend ist das Gebet erst ab der Pubertät. Davor jedoch sollte das Gebet erlernt werden, das wenn die Kinder in die Pubertätsphase kommen, das sie die Gebete selbstständig verrichten können.
 
 

Regeln für die Vorbereitung zum Gebet

In die Toilette immer mit den linken Fuß reingehen, und mit den rechten Fuß verlassen. Am Ende des Toilettenganges müssen die Stellen, aus denen Verunreinigungen hervorgingen, gereinigt werden. Dazu genügt nicht nur Klopapier! Mit Wasser muss die Stelle des Stuhlganges, sowie die Stelle des Urinausflusses gereinigt werden. Merksatz: Urinieren im Stehen ist verboten. Alle Toilettengänge müssen im Sitzen verrichtet werden. 
 
 

Regeln fürs Gebet

1. ohne Schuhe beten; wenn keine Behinderung vorliegt, aufrecht stehen; 2. Gesicht und Vorderseite des Körpers müssen nach Mekka gewendet sein; 3. Tekbir sprechen: „Allahu akbar“; beim Tekbir sprechen, die Hände mindestens in Schulterhöhe bringen, besser ist jedoch bis zu den Ohrläppchen; 4. rezitieren der Sure Al-Fatiha; 5. danach in die Verbeugung übergehen. Handflächen dabei auf die Knie legen, der Rücken sollte waagrecht sein; 6. nach dem Verbeugen wieder aufrecht stehen; 7. Niederwerfung vollziehen, dabei müssen Nase, Stirn, Handflächen, Knie und die Zehenspitzen den Boden berühren; 8. für paar Sekunden aufrecht auf dem Gesäß sitzen; 9. ein zweites Mal in die Niederwerfung gehen; 10. in der Sitzstellung „At-Tahiyyat“ und „Allahümma“ aufsagen; 11. zum Schluss des Gebets den „Taslim“ Friedensgruß aussprechen.
 
 

Dinge die das Gebet ungültig machen

Essen, Trinken, Sprechen, Lachen, Herumspielen, den Körper entblößen, von der Qibla sich abwenden, Windlassen, Blutungen, Eiteraustritt, Blutaustritt.
 
 

Dinge die die kl. Gebetswaschung (Wudu/Abdest) erforderlich machen

Beim Toilettengang, Windablassen, Blutaustritt, Eiteraustritt, Selbstbefriedigung, Geschlechtsverkehr, Eingeschlafen, Bewusstlosigkeit.
 
 

Dinge die die gr. Gebetswaschung (Ghusl, Boyabdest) erforderlich machen

Samenaustritt z. B. durch Geschlechtsverkehr oder Selbstbefriedigung, für den Verstorbenen, für den, der die Totenwaschung vollzieht, Übertritt zum Islam.
 
 

Verhalten bei Fehlern während des Gebets

Wird während des Gebets ein Fehler begannen, so ist nach dem Beendigen des Gebetes ein zweimaliges Niederwerfen (Secde) zu vollziehen. Fehler können sein, dass man beim Eröffnen des Gebetes, statt der Fatiha Sure eine andere Sure rezitiert. Oder das man während des Gebets statt sitzen zu bleiben, wieder aufsteht.

Ablauf: Man verrichtet das Gebet, so wie gewohnt, zu Ende. Nach dem zweiten Taslim (as-salamu alaykum ve rahmatullah) beendet man nicht das Gebet, sondern geht gleich wieder in die zweimalige Niederwerfung und spricht danach wie gewohnt, At-Tahiyyate und Allahümme und beendet dann das Gebet mit dem „Taslim“.
 
 

Verhalten beim Hinzukommen zum Gemeinschaftsgebet (Farz)

Gelangt man zum Gemeinschaftsgebet das schon begonnen hat, so schließt man sich der Reihe an, spricht den Tekbir, und nimmt die Stellung der Betenden ein. Wichtig ist nun zu wissen, ab welchen Rekat man hinzu kam. Schließt man bis zur Ruku (Verbeugung) am Gemeinschaftsgebet an, so zählt diese Ruku als mitgemacht. Kommt man jedoch hinzu, wo die Ruku schon beendet ist, so muss man diese Rekat am Ende des Gemeinschaftsgebetes alleine nachholen.

Ablauf: (Hinzukommen zum Gemeinschaftsgebet mit einen versäumten Rekat.) Wenn das Gemeinschaftsgebet beendet wird, und der Vorbeter (Hoca, Imam) den Taslim spricht, wartet man solange, bis der den Taslim der linken Seite sprechen will. Wenn der Hoca den linken Taslim sprechen will, steht man auf, spricht die Fatiha Sure und irgend eine andere, geht in Ruku über, vollzieht die zweimalige Niederwerfung und bliebt auf dem Gesäß sitzen. Es wird nun die At-Tahiyyate und Allahümme gesprochen und mit dem Taslim beendet. 

Regel: Immer die Anzahl an Rekat, die man mit dem Gemeinschaftsgebet nicht verrichtet hat, sind alleine nachzuholen. Dabei zählen die Rekat mit der Gemeinschaft von Beginn des Gebets an. Also kommt man zum 3 und 4 Rekat hinzu, so zählen sie für den Nachzügler als ersten und zweiten Rekat. Das heißt für Nachzügler, er braucht bei dem alleinigen nachholen der beiden Rekat, nach der Fatiha keine weitere Sure rezitieren. 
 
 

Beachten zum, beim und nach dem Cuma-Salat (Freitagsgebet)

Für das Freitagsgebet soll Ghusl vollzogen werden. Die Zähne sollten vor dem Gebet nach der Tradition des Propheten Muhammed (sallahu alaiveselam) mit Misvak gereinigt werden. Beim betreten der Moschee darauf achten, das man mit den rechten Fuß in die Cami eintretet. Bevor man sich hinsetzt um den Hoca seine Vaz (Predigt) anzuhören, soll man zwei Rekat beten. Während der Hutbe ist reden verboten. Selbst seinem Nachbarn darf man nicht auffordern still zu sein. Nach dem Cumagebet sollte man Freunde und Bekannte besuchen oder Dawa/Sohbet nachgehen. 
 
 

Verhalten während des Aufenthaltes in der Moschee

Die Moschee betretet man immer mit den rechten Fuß und verlässt sie mit den linken. Während man auf das Gebet wartet, soll man keine schlechten Dinge nachgehen, wie z. B. Fitne, Streit, Spotten. Lautes reden, lachen oder spielen sollte man vermeiden.

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