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Neuere Kuran-Übersetzungen

Erstmals gebräuchliche Kuranübersetzung in europäischer Sprache ist die von Max Hennig, die er  1901 heraus gab und die 1960 neu herausgegeben wurde. 

Richard Bell gelang eine Übersetzung 1937. 

1966 übersetzte der Tübinger Orientalist Rudi Paret. Seine Übersetzung dient allerdings mehr der Forschungsarbeit, und nicht als Lesewerk für Islamsucher.

Ganze Bänder des Kurans wurden gar ab 1987 von den Theologen Adel Theodor Khoury herausgegeben, welches viele Erklärungen enthält. 

Von muslimischer Seite wurde seit 1983 bis 1996 der Kuran in 30 Teilen herausgegeben. In Arbeitsgruppen bemühte man sich in Zusammenarbeit mit dem islamischen Zentrum in München, eine muslimische Übersetzung für Muslime herauszubringen. Der Nachteil lag für die Muslime in der langen Wartzeit, bis ein nächster Teil fertig wurde.

Der in Köln lebende Muslim Muhammead Ahmad Rassoul, der sich sehr bemüht islamische Bücher ins Deutsche zu übersetzten oder selbst zu verfassen, brachte 1986 eine Kuranübersetzung heraus. 

Ahmad von Denffer, ein Deutscher Muslim, der auch das islamische Zentrum in München leitet und Herausgeber islamischer Literatur ins Deutsche, ging 1990 eine Kuranübersetzung an, die er schließlich 1996 vollendete. 

Schließlich wurde von den syrierischen Muslim Amir Muhammed Adib Zaidan im März eine neue Kuranübersetzung herausgebracht. Das interessante an seiner Übersetzung sind die beibehaltenen islamischen Fachbegriffe des Kurans. Der Islamologe Zaidan hat in Hessen 1997 die Religionsgemeinschaft „IRH“ gegründet und Herausgeber des „Freitagsblatt“, gibt in seinem Vorwort zu bedenken, dass die Beibehaltung islamischer Fachbegriffe wie „Iman“ oder "Kafir", den Leser vor falschen Wort-Übersetzungen schützen sollen. 
 

  Verwendete Quellen für die Forschungsberichte in Europa

Khalid Österreich
ist  Muslim und befasst sich seit 1969 mit deutschsprachigen Büchern über den Islam. Sein Augemerk liegt bei den Orientalisten und ihre Fachwerke. Sein Bücherstudium geht auf die ersten Anfänge der Islamforschung in Deutschland zurück. Er Sichtete die Abhandlungen von Ignaz Goldzieher (den eigentlichen Begründer der Islamwissenschaft in Europa) genauso wie die von Rudi Paret oder Josef van Ess, bis zu den neueren Orientalisten. Khalid besucht regelmässig Fachkongresse in Europa, die sich mit dem Schwerpunkt "islamische Entstehungzeit Europa" befassen.
Hartmut Bobzin 
ist Professor für Islamwissenschaft und Semitische Philosophie an der Universität Erlangen. Die Koranforschung zählt zu seinen Hautarbeitsgebiet. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt.
Ludwig Hagemann 
Seit 1992 Professor für Systematische Theologie und Religionsgeschichte Uni Mannheim

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